Warum gibt es eine Speicherförderung in Österreich und Deutschland überhaupt?

Speicherförderung Ausgangsbasis ist die EU: Im Jahr 2008 haben das Europäische Parlament und der Rat die so genannte „20-20-20“ Richtlinie („Richtlinien- und Zielpaket für Klimaschutz und Energie) beschlossen, mit der folgende Zielwerte EU-weit bis zum Jahr 2020 festgelegt worden sind. Neben 20% geringeren Co2 Emissionen zum Vergleichsjahr 2005 und 20% mehr Energieeffizienz soll Europaweit der Anteil Erneuerbarer Energien auf 20% der gesamten Stromerzeugung steigen. In Deutschland fördert das EEG Erneuerbare Energien wie Photovoltaik, Windenergie Wasserkraft usw. In Österreich erfolgt die Umsetzung über das Ökostromgesetz (ÖSG). Die Stromspeicher Förderung findet jedoch nicht direkt in diesen Gesetzen Platz – mehr dazu im weiteren Verlauf dieses Beitrages…

Beide Gesetzesinitiativen haben zu einem massiven Ausbau der Ökostromerzeugung geführt. Dieser birgt viele Vorteile, wie „sauberen“ Strom, sinkende Börsepreise und Grenzkosten, die gegen Null tendieren. Lediglich die Planbarkeit der Stromerzeugung aus Wind und Sonne stellt insbesondere die Stromnetzbetreiber vor große Herausforderungen. Einerseits müssen bei Wind und Sonnenwetter große Mengen an Ökostrom vom öffentlichen Netz „aufgefangen“ werden, andererseits bedarf es auch weiterhin einer konventionellen Stromerzeugung für Windflauten und Schlechtwetter, denn Strom wird auch gebraucht, wenn weder Wind noch Sonne Ökostrom erzeugen.

Energiespeicher auf Kraftwerksebene

Um dieser zunehmenden Belastung der Netze entgegen zu wirken, gibt es mehrere Ansätze; Spitzenlastkraftwerke wie Pumpspeicherkraftwerke wandeln Überschüsse in der europäischen Stromerzeugung wieder in kinetische Energie um, indem Sie Wasser auf ein höheres Niveau pumpen. Zu einem späteren Zeitpunkt kann über das zuvor hochgepumpte Wasser wieder Strom abgerufen werden. Der Wirkungsgrad liegt teilweise bei 70% – 80%. Industrieunternehmen wie Audi arbeiten an Konzepten, Strom über die Elektrolyse zu Methan, Hauptbestandteil von Erdgas, umzuwandeln. Dieses synthetische Gas kann nachher ins Gasnetz gespeist oder für erdgastaugliche PKW verwendet werden.

Stromspeicher für Photovoltaikanlagen

Auch auf Endkundenebene können Maßnahmen ergriffen werden, die Überproduktionen aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen zu kompensieren; ein besonders wichtiger Baustein dafür sind Stromspeicher für Haushalte. Seit 2009 reifte ein Markt für Stromspeicher heran, der insbesondere durch den Eigenverbrauchsbonus von 2009-2011 im Rahmen des EEG garantiert worden ist. Das Ziel war und ist es, den Strom, der auf den privaten Dächern in Deutschland und Österreich produziert wird, eben dort auch zu verbrauchen. Da Erzeugung (Sonnenschein) und Verbrauch (besonders in den Morgen- und Abendstunden) auseinanderdriften, sollen hier Stromspeicher aushelfen. Diese Photovoltaik Speicher bestehen aus wieder aufladbaren Akkuzellen, Batterie-Management-Systemen und zahlreichen Zusatzfeatures, wie Smart Home Anwendungen, Leistungssteuerung, Internetanbindung mit Visualisierung, Verbrauchersteuerungen, Wetterprognosedaten etc.

Vorteile einer Photovoltaikanlage mit Akkuspeicher

Für den Betreiber einer Photovoltaikanlage mit Stromspeicher sind die Vorteile klar:

  1. Mehr Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stromes
  2. Verdrängung zugekauften Stromes aus konventioneller Stromerzeugung und damit Kostenersparnis sowie Co2 Reduktion
  3. Investition ins eigene Gebäude statt monatlicher Energiekosten
  4. Je nach Technologieauswahl beim Stromspeicher, Strom auch bei einem Blackout (Stromausfall)
  5. Transparenz über Energieverbrauch und bessere Steuerungsmöglichkeiten im Haushalt

Gründe für die Speicherförderung in Österreich und in Deutschland

Wie bei jeder noch jungen Technologie gab in den ersten Jahren seit 2009 noch einen frischen, unterentwickelten Markt mit geringer Nachfrage; auf Grund kleiner Produktionszahlen sind die Kosten noch sehr hoch gelegen, umgerechnet hat eine Kilowattstunde Speicherkapazität, je nach Systemgröße des Stromspeichers zwischen € 3.000 und € 4.000 gekostet. Um diesen Markt in Gang zu bringen, gab es seit 2013 die ersten bundes- und landesweiten Stromspeicherförderungen, die anfangs noch sehr üppig ausgefallen sind. Mit steigenden Produktionszahlen sanken auch die Herstellkosten von inzwischen über 100 Speicherherstellern. Simultan sanken auch die Förderbeiträge des Bundes und der Länder. Dennoch ist eine positive Tendenz bei den Förderstellen zu sehen; immer mehr Bundesländer und Kommunen sehen die energiepolitischen und volkswirtschaftlichen Vorteile des Stromspeicher-Trends und fördern den Einbau von Photovoltaik Speichern.

Speicherförderung Burgenland

Speicherförderung Wien

Speicherförderung Kärnten

Speicherförderung Tirol

Speicherförderung Salzburg

Speicherförderung Steiermark 

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