Speichersysteme für Sonnenstrom sind unumstritten auf dem Vormarsch. Nur wie dimensioniert man so einen Stromspeicher, passend für sein Haus: die erste Frage, die sich stellt ist, besitzen Sie oder Ihre KundInnen bereits eine PV-Anlage oder noch nicht?

  1. Bei Neuanlagen wird meistens eine so genannte „DC – Kopplung“ gewählt. Hier werden die Batteriezellen direkt auf der DC Seite eingebunden. Bei Bestandsanlagen wird eine „AC – Kopplung“ eingesetzt, bei der ein weiterer Batteriewechselrichter benötigt und das gesamte Speichersystem wechselstromseitig eingebunden wird.

Zwar ist Letzteres meist etwas teurer, aber nachrüstbar und meistens flexibler in der Einbindung. Nun zur Größe der Batterie: Das Ziel einer Batterie ist es, Ihr Haus nachts komplett mit Strom versorgen zu können.  Unter Tags sollte die Sonnenstromproduktion ausreichen, um den Hausbedarf und die Batterieladung abzudecken.

  1. Deshalb schreiben Sie bitte einfach mehrere Abende hinter einander die Zählerstände um 19:00 Uhr und danach um 7:00 Uhr in der Früh ab.

Speicherdimensionierung anhand des Nachtverbrauchs

Berechnen Sie die Differenz  – dieser entspricht Ihrem Nachtverbrauch in kWh und so groß sollte Ihr Speicher auch dimensioniert sein. Sehen wir nun, ob Ihre PV Anlage nach Abzug Ihres Tagesbedarfes auch ausreichend Strom zur Batterieladung liefert. Österreichweit werden nur 25-30% des PV-Stromes auch vor Ort verbraucht. Der Rest geht in das Stromnetz. Dieser „verlorene“ Strom sollte ausreichen, um Ihre Batterie für die Nacht zu „betanken“.

  1. Nehmen Sie sich bei einer bestehenden PV Anlage einfach die Jahresabrechnung Ihres Stromanbieters zur Hand und dividieren Sie die eingespeiste Menge an PV Strom, durch 250 und durch 280 Tage, an denen ein Erzeugungsüberschuss entstanden ist.

Wenn beide Durchschnittswerte höher als der zuvor gemessene Verbrauch seind, dann sieht es sehr gut für Ihr Speicherprojekt aus. Im Durchschnitt können Sie oder Ihre KundInnen somit eine Energieunabhängigkeit von ca. 75-85% erreichen, Ihre Stromkosten langfristig senken und vor allem die Umwelt und die Stromnetze entlasten!

Sehen Sie bitte hier meinen Kommentar zum Thema Speicherdimensionierung im Magazin „Elektrojournal“. Die gesamte Juni-Ausgabe der Zeitschrift finden Sie hier.

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